Denkmäler für verunglückte Holzfäller gibt es in den hiesigen Wäldern einige, doch dass gleich zwei an das selbe tragische Ereignis erinnern gibt es nur einmal. Es war im Jahre 1819 als Franz Samper aus Hoffnung (Naděje) im Wald nahe der Burgruine Mühlstein (Milštejn) mit seinen beiden Söhnen zum Holzeinschlag unterwegs war. Dabei geschah es, dass ein Baum in seinem Fall einen starken Ast vom Boden hoch schleuderte und den jüngsten Sohn des Holzfällers tödlich traf. Zum Gedenken wurde bald darauf ein Eisenblech mit dem Bildnis der heiligen Dreifaltigkeit an einer Fichte nahe des Unglücksortes angebracht. Über die Jahre ging die Tafel verloren und erst im späten 20. Jahrhundert wurde hier wieder ein einfaches Brett mit dem Namen Samper und der Jahreszahl 1819 angebracht. Diese existierte noch bis 2006, zusammen mit den beiden heute noch erhaltenen Holztafeln. Eine davon befindet sich rechts des unmarkierten Weges der von der Burg Mühlstein in Richtung des Hengstberges (Kobyla) führt, nur wenige hundert Meter nach dem Abzweig vom roten Weg. Es ist eine schlichte handgemachte Holztafel mit tschechischer Inschrift. Ein zweiter Hinweis findet sich direkt am Rot-Strich-Weg weiter in Richtung Norden. Dieses Schild wurde wie auch das an der Kaufmannsbuche von Andreas Prescher aus Großschönau gefertigt. Durch den Sturm im Jahr 2010, der starke Waldschäden hinterließ, wurde die Buche mit Sampers Bildnis umgeworfen. Das erneuerte Schild wurde 2012 wieder hergerichtet. Es trägt den originalen Vers der schon die erste Tafel 1819 so geziert hat:
"Betracht 'o Mensch, wie mir der Tod
so unverhofft tut kommen,
frisch und gesund, auch ohne Not,
mir's Leben hat genommen.
Anno 1819 schnellt ein Baum
Ein'n Klippel in die Luft,
und führt von dieser Erde Raum
mich in die Totengruft.
Franz Samper aus Hoffnung"
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